Anknüpfen an sieben hoffnungsvolle Halbzeiten

Der Vorbericht zum Wolfsburg-Spiel
Das Ziel ist klar: Davy Klaassen und Co. wollen einen Heimsieg einfahren (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Samstag, 06.06.2020 / 16:30 Uhr

Von Mirko Vopalensky

"Wir sind dafür gerüstet", betont Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Sonntag, 07.06.2020, 13.30 Uhr (live bei DAZN und Amazon Prime, ab 12.30 Uhr im betway Live-Ticker und kurz vor Anpfiff im Werder Live-Radio auf WERDER.DE). Nur vier Tage nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt hat der SV Werder Bremen am 30. Spieltag die Möglichkeit, im wohninvest WESERSTADION Wiedergutmachung zu betreiben und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. Dass der dreifache Punktgewinn fast alternativlos ist und die Bremer somit in der Pflicht stehen, ist auch Kohfeldt bewusst: "Wir haben nicht viel Zeit. Aber wir haben gezeigt, dass wir mit dieser Form von Druck umgehen können." 

Das Personal: "Wackelkandidaten", dieses Wort trifft am Tag vor dem Spiel wohl am besten auf Milot Rashica und Leonardo Bittencourt zu. Denn ob die beiden Offensivspieler am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg auflaufen können, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining (zur Extrameldung). Sowohl Rashica als auch Bittencourt hatten im Spiel beim FC Schalke 04 vor einer Woche Blessuren erlitten, die bereits im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Startelfeinsätze verhinderten. Zudem hat Rashica gegen die 'Adler' einen "weiteren Schlag abbekommen", wie Kohfeldt berichtete. Alle anderen Spieler sind - abgesehen von den Langzeitverletzten Kevin Möhwald, Ömer Toprak, Niclas Füllkrug, Nuri Sahin und Claudio Pizarro - gegen die 'Wölfe' einsatzbereit.

Sieben Halbzeiten Hoffnung

Florian Kohfeldt sieht seine Mannschaft gerüstet (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zum Spiel: "Wir hatten sieben Halbzeiten, die sehr viel Hoffnung gemacht haben", sagt Florian Kohfeldt. Die eine, ausgeklammerte Halbzeit der letzten vier Spiele, sind jene 45 Minuten, in denen die Partie gegen Eintracht Frankfurt verloren ging. Daraus hat der Werder-Trainer seine Schlüsse gezogen. Und die sollen nun zum Erfolg gegen den VfL Wolfsburg beitragen: "Wir müssen noch klarer klar bleiben und durchschlagskräftiger nach vorne werden." Denn insbesondere die Chancenentwicklung sei es, an der es im Offensivspiel zuletzt gehapert habe. Der SVW-Coach sieht nicht die Gefahr, dass der Nackenschlag gegen die SGE nachwirkt: "Ich glaube, dass wir so stabil sind, dass wir an die sieben anderen Halbzeiten anknüpfen können." Dafür sprechen laut Kohfeldt die physische Verfassung und die grundsätzliche Mentalität der Mannschaft.

Lautstarke Unterstützung – auch weiterhin: Mit Lärm und Anfeuerungsrufen haben Werders Ersatzspieler zuletzt ihr Team nach vorne gepeitscht. Dass es dafür unter anderem von Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner Kritik gab, stößt bei Werders Geschäftsführer Fußball, Frank Baumann, auf Unverständnis: "Ich finde es befremdlich, uns vorzuwerfen, dass wir unsere Spieler lautstark unterstützen." Leidenschaft, Gemeinschaft und die gegenseitige Unterstützung gehören für ihn dazu, gerade in der schweren sportlichen Situation des SV Werder. Dabei müsse es fair bleiben, das betont auch Baumann: "Wir haben in keiner Weise versucht, die Schiedsrichterentscheidungen zu beeinflussen." Dem pflichtet Florian Kohfeldt bei. Trotz mehrerer strittiger Entscheidungen habe man diese nicht kritisiert, sondern allesamt akzeptiert. "Ich finde nicht, dass wir uns etwas vorzuwerfen haben."

Das letzte Duell: Fünf Auswärtssiege konnte der SVW bisher in der Spielzeit 2019/20 einfahren. Einen davon am 1. Advent in der Volkswagen Arena. Am Mittellandkanal gestaltete die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt den 13. Spieltag mit einem 3:2-Auswärtssieg erfolgreich (zum Spielbericht). Dieser war zwar verdient, jedoch hart umkämpft. Denn zweimal glichen die Wölfe eine Bremer Führung aus. Milot Rashica war es, der den SV Werder nach einer Entscheidung des Videoassistenten per Foulelfmeter in Führung brachte. Wout Weghorst egalisierte diese, ehe Leonardo Bittencourt zu einem sehenswerten Flugkopfball ansetzte und so die erneute Bremer Führung markierte. Erneut fanden die Niedersachsen in Person von William die richtige Antwort, bis Rashica zum zweiten Mal zustach. Mit einem Treffer ins linke Eck entfachte der Kosovare in der 83. Minute nach starker Vorarbeit von Maximilian Eggestein großen Jubel unter den mitgereisten Werder-Fans. Gegen einen ähnlichen Spielverlauf mit gleichen Ausgang hätte am Sonntag im wohninvest WESERSTADION wohl kein Bremer etwas einzuwenden.

Die achtprozentige Chance

Zielt gerne aus der Ferne: Leonardo Bittencourt (Foto: nordphoto).

'Leo' on fire: Wenn Leonardo Bittencourt trifft, dann sind es in dieser Saison nicht nur wichtige, sondern auch schwierige Tore. Als er am 29. Spieltag seinen Schuss zum 1:0-Siegtor gegen den FC Schalke 04 abfeuerte, hatte dieser laut ONE VERSUS ONE lediglich eine achtprozentige Erfolgschance. Gemessen wird dies anhand von Faktoren wie Schussfuß, Winkel und Entfernung zum Tor sowie der Position des Gegenspielers. Dass es auch gegen den VfL Wolfsburg nicht allzu leicht werden dürfte, einen Treffer zu erzielen, könnte Werders Nummer 10 also sogar entgegenkommen.

Der gelbe Karton: Während sich bei den Grün-Weißen lediglich Kevin Vogt mit bisher vier Gelben Karten von einer Sperre bedroht sieht, stehen bei den Gästen gleich drei Akteure vor einer Zwangspause: Josuha Guilavogui, John Brooks und Joao Victor sahen ebenfalls viermal den gelben Karton.

Der Schiedsrichter: Die Ansetzung des Schiedsrichtergespanns gibt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) aufgrund der aktuellen Situation erst am Spieltag nach einer negativen Corona-Testung der Unparteiischen vom Vortag bekannt.

Alles zum Spiel: Wie immer ganz nah dran! Ab 12.30 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker von der Bundesliga-Partie. Zusätzlich können die kompletten 90 Minuten im neuen Werder Live-Radio (#WERDERfm, ab 13.20 Uhr auf Sendung) verfolgt werden. DAZN und Amazon Prime zeigen das Spiel des SVW live. Zudem können alle Abonennten von WERDER.TV die Partie unmittelbar nach Spielende im re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung sehen. Jetzt Abonnent werden!

 
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